Werkvertrag Projektkoordination

Die KZ-Gedenkstätte Dachau / Stiftung Bayerische Gedenkstätten sucht für den Zeitraum vom 1. März 2019 bis 31. März 2020 auf Basis eines Werkvertrages einen Projektkoordinator/-in (w/m/d).

Unter dem Titel „Zeitspuren – Relikte des KZ-Außenlagerkomplexes Allach“ bereitet die KZ-Gedenkstätte Dachau gegenwärtig eine Wechselausstellung vor. Im Zentrum der Präsentation sollen dabei Grabungsfunde aus dem Außenlagerkomplex des KZ Dachau in München-Allach stehen. Diese zeugen von der Geschichte des Außenlagerkomplexes Allach und der hier geleisteten Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg; sie erzählen aber auch von den Nachnutzungen des Geländes als Lager für Displaced Persons oder Auswanderer aus dem Nachkriegsdeutschland.

Auf dem Gelände der heutigen Siedlung München-Ludwigsfeld befanden sich zwischen 1943 und 1945 die Dachauer Außenlager „Allach-BMW“ und „OT-Karlsfeld“. Der Außenlagerkomplex Allach war eines der größten Außenlager des KZ Dachau und das zentrale Lager in einem vernetzten System von Außenlagern, die von der Firma BMW im süddeutschen Raum betrieben wurden. Mehrere Tausend KZ-Häftlinge waren in dem Komplex zusammengepfercht. Die meisten von ihnen wurden zu Arbeiten im nahegelegenen BMW-Werk (heute Gelände der MTU und MAN) oder bei größeren Infrastruktur- und Bauprojekten gezwungen.

Aufgabenstellung:

 • 
Projektgeschäftsführung eines Teams von Historikern/-innen, Museologen/-innen und Archäologen/-innen sowie die Koordination von Gestalter/-innen und ggf. weiteren externen Dienstleister/-innen (Produktion, Lektorat, Übersetzung)
 • 
Kommunikation, Berichterstattung und Absprachen mit der Leitung der KZ-Gedenkstätte
 • 
Zeit- und Kostenkontrolle des Projekts
 •  Inhaltliche Steuerung der Entwicklung des Projekts, vor allem bei Fragen der angemessenen Kontextualisierung der Grabungsobjekte und deren Präsentation sowie dem sensiblen und differenzierten Umgang mit der Zuordenbarkeit von Fundstücken zu verschiedenen Nutzungsepochen des Lagergeländes in Allach

Anforderungsprofil:

 • 
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium mit Schwerpunkt im Fach Neuere und Neueste Geschichte, Kultur- und Politikwissenschaften oder Ethnologie/Volkskunde
 • 
Ausgewiesene Kenntnisse der Geschichte des Nationalsozialismus, der Nachkriegsgeschichte und erinnerungskultureller Themen
 • 
Berufserfahrung im Bereich von zeithistorischen Museen, Gedenkstätten oder vergleichbaren Einrichtungen historisch-politischer Bildung
 • 
Mehrjährige Erfahrung im Bereich der Realisierung von historischen Ausstellungen
 •  Leitungserfahrung
 •  Die sichere Beherrschung der englischen und mindestens einer weiteren Fremdsprache wird vorausgesetzt.

Wir bitten Sie uns mitzuteilen, zu welchen Bedingungen Sie für diese Tätigkeit zur Verfügung stünden. Hierzu zählen insbesondere die zeitliche Verfügbarkeit (auch vor Ort) sowie Ihre Brutto-Honorarvorstellungen.

Die Bewerbungsunterlagen inklusive Motivationsschreiben und Lebenslauf, aller relevanten Zeugnisse und ggf. einem Exzerpt über die bisher eigenständig bearbeiteten wissenschaftlichen Projekte schicken Sie bitte bis 22. Februar 2019 an:

KZ-Gedenkstätte Dachau
Frau Dr. Gabriele Hammermann
Alte Römerstraße 75
85221 Dachau

Gern können Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgeschickt) auch per E-Mail an info@kz-gedenkstaette-dachau.de senden.

Zurück