Veranstaltungen der Bildungsabteilung für 2019

Liebe Referentinnen und Referenten, liebe Betreuerinnen und Betreuer,

im Folgenden findet Ihr unser gemeinsames Programm für 2019. Die Informationen werden fortlaufend ergänzt.

Anmeldung: Sofern nicht anders angegeben, bitte für alle Veranstaltungen bis zum Vortag der Fortbildung eine formlose E-Mail an bildung@kz-gedenkstaette-dachau.de.

Parken: Bei Abendveranstaltungen auf dem Gedenkstättengelände ist der Parkplatz hinter dem Verwaltungsflügel geöffnet. Zufahrt über die Alte Römerstraße, ab 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.


November

Donnerstag, 07. November 2019, 19:00-21:00 Uhr
Vortrag: Die Rolle der Schweiz im Nationalsozialismus
Referent/-in: Prof. Dr. Georg Kreis (Universität Basel)
Ort: Seminarraum Verwaltung

Zur Veranstaltung: Prof. Dr. Georg Kreis ist emeritierter Professor für Neuere Allgemeine Geschichte und Geschichte der Schweiz an der Universität Basel, war bis Juli 2011 Leiter des Europainstituts Basel und bis Ende 2011 Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR). Georg Kreis verfasste zahlreiche Publikationen über die Schweizer Geschichte, über die Beziehung der Schweiz zum Ausland und über Minderheiten und hatte diverse Fernseh- und Radioauftritte als Experte zu themenspezifischen Fragen. Er gilt als engagierte Stimme in öffentlichen Diskussionen, insbesondere zum Verhalten der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs, und hat sich oft harsche Kritik seitens der Schweizerischen Volkspartei (SVP) gefallen lassen müssen. Prof. Dr. Georg Kreis wird während seines Vortrags die Rolle der Schweiz im Nationalsozialismus beleuchten. Der Fokus der Veranstaltung wird weniger auf der Schweizer Innenpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus liegen, sondern mehr auf den Feldern Außenpolitik, „Grenzdiplomatie“, Verfolgung von Exilschweizern und Erinnerungskultur.

Bereich: Wissen

 

Mittwoch, 13. November 2019, 19:00-21:00 Uhr
Vortrag: Mythen
Referent/-in: Uli Unseld, André Scharf (KZ-Gedenkstätte Dachau)
Ort: Seminarraum Verwaltung

Zur Veranstaltung: Wie bereits angekündigt führen wir unsere Reihe zu den ungeklärten Fragen der KZ- und Gedenkstättengeschichte auch dieses Jahr fort: bitte schickt eure Fragen, Gerüchte, Geschichten direkt und formlos an unseld@kz-gedenkstaette-dachau.de – keine falsche Scheu! Aus den eingesandten Fragen werden wir eine spannende Auswahl treffen und wieder versuchen, den Hintergründen auf die Spur zu kommen!

Bereich: Wissen


Freitag,15. und Samstag, 16. November 2019

Tagesworkshop: Diversitytraining/Selbstkritische Standortbestimmung
Referent/-in: Josephine Apraku & Jule Bönkost
Ort: Seminarraum Verwaltung

Zur Veranstaltung: Seit 2013 arbeitet das IDB (Institut für diskriminierungsfreie Bildung) mit qualifizierten Kooperations- und Netzwerkpartner*innen zusammen. Das IDB verfolgt das Ziel, zum Abbau von Diskriminierungen, wie Rassismus, Sexismus, Klassismus oder Diskriminierung aufgrund von körperlicher Beeinträchtigung, beizutragen und Diskriminierungen bewusst entgegenzutreten. Die Arbeit des IDB baut auf einem diskriminierungskritischen Ansatz auf. Dabei spielen die Perspektiven von diskriminierungserfahrenen Menschen eine zentrale und impulsgebende Rolle. Die Arbeit des IDB fordert die Reflexion der eigenen Eingebundenheit in Machtverhältnisse ein: Ein diskriminierungskritisches Vorgehen fokussiert Handlungsräume und benennt Fallstricke für ein selbstkritisches Eintreten gegen Diskriminierungen, ohne ein vermeintliches Rezeptwissen hierfür vorzugeben.
Während der beiden Tagesworkshops werden die Teilnehmer*innen selbstkritisch ihren Standort bestimmen und in kleinen Gruppen konkrete Beispiele und Problematiken für eine rassismuskritische gedenkstättenpädagogische Arbeit besprechen. Der Workshop wird von Josephine Apraku und Jule Bönkost geleitet. Anmelden könnt ihr euch jeweils für den 15. oder den 16. November.

Achtung: Die Teilnehmendenzahl für diesen Termin ist beschränkt. Anmeldungen bis 02.11.2019.

Bereich: Reflexion

 

Freitag, 28. November 2019, 10:00-12:00 Uhr
Kollegiale Beratung
Referent/-in: Maximilian Lütgens (KZ-Gedenkstätte Dachau)
Ort: Seminarraum Verwaltung

Zur Veranstaltung: Der Termin dient dem strukturierten Austausch über schwierige Situationen im pädagogischen Prozess. Die Kollegiale Beratung ist ein formalisiertes Beratungsgespräch, in dem in Gruppen von 6 bis 9 Referent/-innen wechselseitig, zu aus der Gruppe kommenden Themen beraten und gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Es gibt keinen Berater oder Experten von außen, der in die Gruppe kommt. Das macht das Kollegiale an der kollegialen Beratung aus. Pro Abend können ca. 6 Praxisfragen, Probleme und "Fälle" besprochen werden.
Achtung: Die Teilnehmendenzahl für diesen Termin ist beschränkt. Anmeldungen bis 26.11.2019.

Bereich: Reflexion

 


Dezember

06. – 08. Dezember 2019
Workshop: Verunsichernde Orte
Referent/-in: Christian Geissler & Sophie Schmidt
Ort: Seminarraum Verwaltung

Zur Veranstaltung: Das auch bei uns schon mehrfach erfolgreich durchgeführte gedenkstättenpädagogische Weiterbildungsangebot „Verunsichernde Orte“ bietet die Möglichkeit, zentrale Fragen der Praxis historisch-politischer Bildung (nicht nur) an Gedenkstätten zu diskutieren und mit Hilfe von Übungen zu reflektieren. In vertrauensvoller Atmosphäre mit externen Trainer*innen können schwierige Situationen besprochen und ggf. verändertes Verhalten erprobt werden. Dabei stehen pädagogische Aspekte der Vermittlungstätigkeit im Vordergrund: das eigene Selbst- und Rollenverständnis, der Kontakt zu Teilnehmenden und Gruppen sowie der Umgang mit Vermittlungsmedien. Mehr Informationen: http://www.verunsichernde-orte.de/

Achtung: Die Teilnehmendenzahl für diesen Termin ist beschränkt. Anmeldungen bis 29.11.2019

Bereich: Reflexion