Mahnmal zum Gedenken an die Todesmärsche

Das Mahnmal zum Gedenken an die Todesmärsche in Dachau
Das Mahnmal zum Gedenken an die Todesmärsche in Dachau

Mit dem siegreichen Vorrücken der alliierten Truppen wurden immer mehr Konzentrationslager, die in Frontnähe gerieten, von der SS evakuiert und die Häftlinge wurden in Lager im nationalsozialistischen Machtbereich transportiert. Auf diesen oft wochenlangen Transporten und Märschen, kamen Tausende der Häftlinge ums Leben, starben an Krankheiten, Schwäche, Unterernährung, an den Schlägen der SS oder wurden, wenn sie nicht mehr transportfähig waren oder nicht mehr weitergehen konnten, erschossen.

Die Häftlingszahl im Konzentrationslager Dachau stieg um ein Vielfaches, was ab Dezember 1944 zu katastrophalen Zuständen führte. Die Baracken waren hoffnungslos überfüllt, eine Typhusepidemie kostete Tausenden das Leben.

Gegen Ende April begann die SS damit, die Außenlager und Außenkommandos des Lagers Dachau zu evakuieren. Eine große, nicht mehr feststellbare Zahl von Gefangenen kam auf den Märschen ums Leben, wurde von Tieffliegerangriffen auf Eisenbahntransporte getötet oder noch vor dem Abtransport von der SS ermordet.

Am 26. April 1945 wurden auch vom Hauptlager Dachau aus rund 7.000 Häftlinge auf einen Marsch in Richtung Süden geschickt.

Das Mahnmal zum Gedenken an die Todesmärsche, das an der Theodor-Heuss-Straße am John F. Kennedy Platz in Dachau steht und von dem auch eine Kopie in der Ausstellung der Gedenkstätte zu finden ist, wurde in über 20 Orten entlang der Routen der Todesmärsche aus dem KZ Dachau aufgestellt. Es wurde vom Künstler Hubertus von Pilgrim geschaffen.