Ehemalige Außenlager

Bild einer Brücke im ehemaligen Außenlager Mühldorf

In den Kriegsjahren gewann die Arbeitskraft der Häftlinge immer mehr Bedeutung für die deutsche Rüstungsindustrie. Ab 1942 entstand ein weitverzweigtes Netz aus 140 Außenlagern, die direkt an den Stätten der Rüstungsproduktion errichtet wurden und in denen weit über 30.000 Gefangene inhaftiert waren.

Als die deutsche Flugzeugproduktion durch alliierte Luftangriffe zunehmend gefährdet war, beschlossen die Nationalsozialisten, die Herstellung wichtiger Waffen, Flugzeuge und Raketen in riesige unterirdische Fabriken zu verlegen. Dazu wurden u.a. zwei große Lagerkomplexe als Außenlager von Dachau gegründet: Kaufering und Mühldorf. Dort sollten im so genannten "Jäger-Programm" Großbunker für die Produktion von Jagdflugzeugen errichtet werden.

In Mühldorf und in den Kauferinger Lagern bei Landsberg am Lech arbeiteten mehr als 30.000 Häftlinge unter mörderischen Bedingungen. Die Lager waren äußerst primitiv und die Gefangenen waren nahezu ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Bei den Gefangenen handelte es sich zum größten Teil um Juden aus Ungarn, Polen und Litauen.