Zeitzeugengespräch mit Volodymyr Iwanowitsch Dshelali am "Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus"

Volodymyr Iwanowitsch Dshelali wird 1925 in der Ukraine geboren. Er hat gerade sein 8. Schuljahr beendet, als 1941 der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und die Besetzung seiner Heimat sein Leben verändert. Zusammen mit Freunden beteiligt er sich am Widerstand. Sie verbreiteten Flugblätter und bereiten Sabotageakte vor. 1942 wird er zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch kommt er im Juli 1942 ins KZ Dachau, wo er sich am Schmuggel von Paketen ins Lager beteiligt. Später gelingt ihm die Flucht aus einem Außenlager, und er wird bis Kriegsende von einem Bauern versteckt. Im Frühjahr 1945 kehrt er in die Ukraine zurück, studiert dort und arbeitet 45 Jahre als Musiklehrer. Er schreibt Gedichte, auch über seine Erfahrungen im KZ.

Das Zeitzeugengespräch mit Volodymyr Iwanowitsch Dshelali findet am 27. Januar 2018 um 19 Uhr im Rathaus, Konrad-Adenauer-Straße 2-6 in Dachau, statt. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Dr. Gabriele Hammermann. Der Eintritt ist frei.

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