Themenrundgang: Die SS und das KZ Dachau

Samstag, 02.03.2019, 14.00-16.30 Uhr
Referent: Matthias Grab, Referent der KZ-Gedenkstätte Dachau
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung: Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag bis spätestens 13.45 Uhr
Kosten: 4 Euro

Die Frage, wie Menschen im Nationalsozialismus zu Tätern und Täterinnen wurden, beschäftigt Wissenschaft und Gesellschaft seit 1945. Bis heute werden Täter /-innen in der Mehrheitsgesellschaft häufig als krankhafte Sadisten oder als „Betroffene“ eines angeblich existierenden Befehlsnotstandes gesehen. Dass diese Ansätze, wenn überhaupt, nur minimal ausreichen, um das Thema Täterschaft in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern zu erklären, ist in der Geschichtswissenschaft hingegen Konsens.

Im Rundgang wird versucht, unterschiedliche Arten von Täterschaft sowie die Handlungsmotivationen und die Handlungsspielräume der hier tätigen SS-Angehörigen zu erklären. Bisher unbekannte Täterbiographien stehen dabei im Zentrum. Statt verallgemeinernd von „den Nazis“ zu sprechen, wird dem „SS-Mann” ein Name und ein Gesicht gegeben.

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