Eröffnung der neugestalteten Vitrinen im ehemaligen Schubraum

Am Mittwoch, 5. Dezember 2018, um 19 Uhr lädt die KZ-Gedenkstätte Dachau herzlich ein zur Eröffnung der neugestalteten Vitrinen im ehemaligen Schubraum der Hauptausstellung.

Die neu im Konzentrationslager Dachau eingelieferten Häftlinge erlebten im sogenannten Schubraum eine traumatische Aufnahmeprozedur. Sie erhielten den Befehl von der SS, sich nackt auszuziehen und ihre Kleidung sowie alle persönlichen Gegenstände abzugeben. Zwischen den Raumpfeilern in der Mitte des Schubraumes befanden sich Tische, hinter denen von der SS eingesetzte KZ-Gefangene arbeiten mussten. Diese nahmen die Habseligkeiten der Neuankömmlinge entgegen, verzeichneten sie und verwahrten sie als sogenannte Effekten. Die SS überwachte das Verfahren.

Die heutige Gestaltung des Ausstellungsraumes greift die räumliche Aufteilung des historischen Schubraums auf. An der Stelle der Tische befinden sich nun zwei Vitrinenreihen, die einer umfassenden Neukonzeption unterzogen wurden. Auf der Seite der Neuankömmlinge sind Effekten mit Kurzbiografien ihrer ehemaligen Besitzer präsentiert. Auf der Seite der Administration werden die Verwaltungsabläufe sowie Fälle der persönlichen Bereicherung durch die SS dargestellt und verantwortliche SS-Männer benannt.


PROGRAMM


Einführung

Dr. Gabriele Hammermann,
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Rückgabe von Effekten durch den International Tracing Service (ITS)

Anna Meier-Osiński,
Abteilungsleitung Tracing, International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen

Konzeption und Inhalt der neugestalteten Vitrinen
Dr. Stefanie Pilzweger-Steiner,
Wissenschaftliche Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau


Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Personalparkplatz an der Verwaltung der KZ-Gedenkstätte steht an diesem Abend zur Verfügung (vor dem zweiten ehemaligen Wachturm links).

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