Dachauer Zeitzeugengespräch mit Nick Hope

Mit Nick Hope, 1924 als Nikolai Choprenko in der Ukraine geboren, setzt die KZ-Gedenkstätte am Mittwoch, 26. April 2017, ihre Veranstaltungsreihe „Dachauer Zeitzeugengespräche“ fort. Nick Hope berichtet im Gespräch von seinem „Alltag“ im Lager, vom Todesmarsch und von seinem Leben nach der Befreiung.

Beginn des Zeitzeugengesprächs ist um 19 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Nick Hope wird am 7. September 1924 als Nikolai Choprenko  in der ukrainischen Donezk-Region geboren.  Im April 1942 wird er nach Deutschland verschleppt und muss in einer Munitionsfabrik Im Süden Münchens Zwangsarbeit leisten. Als es in einem Teil der Fabrik zu einer Explosion kommt, wird er der Sabotage bezichtigt und ins Konzentrationslager Dachau eingewiesen. Dort trifft er am 26. Februar 1943 ein und erhält die Häftlingsnummer 44249. Bald darauf wird Nikolai Choprenko in das Außenlager Allach überführt, wo er in der BMW-Flugzeugmotorenfabrik erneut zur Arbeit gezwungen wird. Sein „Alltag“ ist von Hunger und Misshandlungen bestimmt.

Kurz vor Kriegsende wird das Außenlager Allach geräumt. Nikolai Choprenko  wird auf einen Todesmarsch geschickt – bei seiner Befreiung Anfang Mai  wiegt er noch 40 Kilogramm. Er kehrt nicht in seine Heimat zurück und bleibt in Deutschland, bis er 1961 in die USA auswandert. Dort ändert er seinen Namen in Nick Hope.

Heute lebt Nick Hope in der Nähe von San Francisco, USA.  Er hat drei Kinder.

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