Themenrundgang: Flucht, Zwangsausweisung und Ansiedlung im vormaligen KZ Dachau

Als Folge des Zweiten Weltkrieges nahmen die vier Besatzungszonen Deutschlands bis 1950 etwa 12 Millionen Flüchtlinge
und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf. Im Herbst 1948 bezogen circa 2.300 Flüchtlinge aus dem ehemaligen „Sudetenland“ und Ostpreußen die Baracken des „Wohnlagers Dachau Ost“, wie nun das ehemalige KZ Dachau hieß. Allmählich entwickelte sich hieraus die „Wohnsiedlung Dachau-Ost“ mit Schule, Kirche, Kindergarten und Gastwirtschaften. Dennoch blieben infrastrukturelle und soziale Probleme; die Bewohner zogen schrittweise in Wohnungen außerhalb des ehemaligen Lagergeländes um. 1965 wurde auf dem Areal die KZ-Gedenkstätte Dachau eröffnet.

Heute wird die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in die deutsche Nachkriegsgesellschaft allgemein als Erfolgsgeschichte gesehen. Aber wie vollzog sich das „Heimisch werden“ in der neuen Umgebung? Ist dies gelungen? Auch diesen Fragen soll nachgegangen werden.

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